Jahrestreffen

Einmal im Jahr trifft sich der Verein zum Erfahrungsaustausch und um die Belange des Vereins zu besprechen. Dieses Treffen findet seit vielen Jahren am Wochenende nach Ostern statt. Um allen Interessierten die Möglichkeit zu geben an den Treffen teilzunehmen, werden die Austragungsorte jedes Jahr neu von einem oder mehreren Vereinsmitgliedern ausgesucht und die Veranstaltungen koordiniert. Diese sind neben Fachvorträgen eingeladener Referenten natürlich auch Freizeitunternehmungen für die ganze Familie. Auch Tagesgäste sind natürlich herzlich willkommen.
Hier ein kurzer Überblick über die geplanten und bisherigen Treffen:

2011

Kolping-Feriendorf Herbstein / Hessen
www.kolping-feriendorf.de
Referenten:
- Workshop und Vortrag durch Dr. T.Schall, Psychologe
- Besprechung der neuesten Forschungsergebnisse aus der Humangenetik von Fr. Dr. Wieczorek

 

Erfahrungsbericht vom Treffen der SHG 2011 in Herbstein/Hessen

 

Nachdem in den letzten Jahren viele Ärzte unsere Jahrestreffen besucht haben, um über Ohrmuschelaufbau, knochenverankerte Hörgeräte und Epithesen zu berichten, war der Wunsch nach einer psychologischen Betrachtung der Franceschetti-Syndroms lauter geworden.

 

Dr. Thomas Schall, selbst Betroffener, hielt seinen Vortrag “Das Franceschetti-Syndrom und die Pubertät“ in lockerer Runde.

Aus psychologischer Sicht kommt dem Gesicht gerade in der Pubertät eine große Bedeutung bei. Neben verschiedenen Ängsten, dem Kampf um Anerkennung und der Loslösung von den Eltern, stellen sich für Franceschetti-Betroffene zusätzliche Fragen:

-Mögen meine Eltern mich so wie ich bin?

-Soll ich anders aussehen?

-Werden meine Geschwister mehr geliebt?

-Bin ich eine Belastung?

-Soll ich mich operieren lassen?

-Wie sieht meine berufliche Zukunft aus?

-Werde ich am Arbeitsmarkt gleiche Chancen haben?

-Wie verhalte ich mich in der Öffentlichkeit?

-Wie gehe ich mit Blicken / Bemerkungen um?

-Was erzähle ich meinen Eltern über Probleme im Alltag?

Diese und weitere Aspekte wurden ausführlich erörtert. Die Eltern und die Betroffenen bekamen konkrete Vorschläge, um diese Hürden zu bewältigen. Nach diesem gelungenen Vortrag, nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit zu Einzelgesprächen.

 

Danke an Dr. Thomas Schall für die ehrlichen Worte und konkreten Hilfen!

S.N.